Geocaching

Ich möchte hier ein bisschen Werbung für mein „Sekundär-Hobby“ machen: Geocaching.

Geocaching

Geocache, Logbuch, GPS-Empfänger und ausgedruckte Cache-Beschreibung

Was ist Geocaching? Der Versuch einer kurzen Erklärung: Beim Geocaching geht man mit einem GPS-Empfänger (heute in praktisch jedem Smartphone integriert) und gegebenenfalls weiterer Ausrüstung auf die Suche nach Geocaches. Geocaches sind Behälter (meistens Filmdosen, Tupperdosen oder Munitionskisten), die von anderen Geocachern an einem besonderen Ort versteckt wurden. In einem solchen Cache findet man immer ein Logbuch, in das man sich als Finder einträgt, aber auch je nach Größe des Caches Tauschgegenstände (nimm etwas heraus und tu etwas anderes, mindestens gleichwertiges, hinein).

Das war die kurze Erklärung. Falls das interessant klingt, weiterlesen!

Geocaches sind normalerweise an besonderen Orten versteckt und oft so gut getarnt, dass man auch manchmal eine halbe Stunde oder länger suchen muss. Ein Cache kann in der Nähe eines Denkmals, einer Burgruine, eines Bauwerks, in einem Wald, an einem „vergessenen Ort“ oder an vielen weiteren interessanten Plätzen versteckt sein. Das Schöne dabei ist, dass man Orte kennen lernt, die man normalerweise nie zu Gesicht bekommen hätte. Oft lernt man auch etwas über die Geschichte eines Ortes. Manche Geocaches erfordern zudem körperlichen Einsatz, zum Beispiel könnte der Behälter an einer schwer zugänglichen Stelle versteckt sein, wie oben auf einem Baum oder einem Berg. Damit man vorher ungefähr weiß, worauf man sich einlässt, gibt es eine Geländewertung, die von 1 bis 5 Sterne reicht.

Nun gibt es verschiedene Arten von Caches. Die einfachste Art und auch die am häufigsten vorkommende ist der Traditional Cache. Der Besitzer des Caches veröffentlicht auf einer Internetseite (die bekannteste Seite ist geocaching.com) die geographischen Koordinaten des Verstecks und eventuell Hinweise, die die Suche erleichtern. Ein Geocacher, der diesen Cache suchen möchte, kopiert sich diese Koordinaten auf seinen GPS-Empfänger bzw. auf sein Smartphone und weiß dann, wo er suchen muss.

Die zweithäufigste Art von Geocaches ist der Multi-Cache. Dieser lässt sich mit einer Schnitzeljagd oder einer Rallye vergleichen. Man startet an einem bestimmten Ort und muss Hinweise suchen oder Fragen beantworten, um dann die Koordinaten oder die Wegbeschreibung zur nächsten Station zu erhalten. An der letzten Station, auch Final genannt, befindet sich dann der eigentliche Cache. Multi-Caches sind für gewöhnlich die spaßigsten Caches. Ein gut gemachter Multi-Cache bietet kreative und einfallsreiche Stationen sowie anspruchsvolle Rätsel. Es ist oft kaum zu glauben, wie viel Arbeit einige Geocacher in ihre Caches stecken. So könnte man zum Beispiel auf elektronische Stationen treffen, die in Form eines Morse-Codes die Koordinaten der nächsten Station preisgeben. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Eine weitere beliebte Art des Geocaches ist der Mystery Cache oder auch Rätsel-Cache. Hierbei muss zunächst daheim ein mehr oder weniger kniffeliges Rätsel gelöst werden, bevor man überhaupt mit dem Außeneinsatz beginnen kann. Die Rätsel können alle möglichen Gebiete abdecken, auch solche mit Informatik-Anteil sind nicht selten.

Findet ein Geocacher einen Cache, so trägt er sich in das Logbuch ein, tauscht eventuell Gegenstände und versteckt den Cache dann wieder so, dass er nicht von Muggels (das ist die an Harry Potter angelehnte Bezeichnung für Nicht-Geocacher) zufällig gefunden und möglicherweise zerstört bzw. mitgenommen wird. Anschließend trägt der Geocacher seinen Fund auch auf der Internetseite ein. Der Cache-Besitzer wird dann sofort per E-Mail darüber informiert. War die Suche erfolglos, so kann der Geocacher dies ebenfalls auf der Internetseite loggen. Der Besitzer sollte dann, wenn mehrere Geocacher hintereinander seinen Cache nicht finden konnten, einmal nach dem Rechten sehen.

Warum mag ich Geocaching? Erstens gibt es einem ein Abenteuergefühl. Besonders in der Natur, an vergessenen Orten oder in der Nacht (einige Caches können nur nachts gesucht werden, weil man Reflektoren folgen muss, die man mit der Taschenlampe anstrahlen muss, aber die man tagsüber nicht sehen kann). Zweitens ist es eine Aktivität, die man sehr gut zusammen mit Freunden oder Bekannten ausüben kann. Drittens gibt es Spaziergängen einen Sinn. Anstatt einfach irgendwo herumzulaufen oder mit dem Fahrrad zu fahren, kann man sich einen Geocache als Ziel aussuchen. Auch wenn man in einer fremden Stadt zu Besuch ist, kann man mit Hilfe eines entsprechenden Multi-Caches eine kostenlose Führung durch die Stadt bekommen. Und viertens macht es mir nicht nur Spaß, Geocaches zu suchen, sondern auch selber welche zu verstecken. Informationen zu meinen eigenen Caches findet man auf meinem Profil auf geocaching.com (um hier etwas zu sehen, muss man angemeldet sein).

Ich kann nur jedem empfehlen, es auch einmal auszuprobieren. Vielleicht hat man ja einen Bekannten, der auch Geocacher ist. Dann kann es nicht schaden ihn zu fragen, ob er einen einmal zum Geocachen mitnehmen könnte.

Happy hunting!

4 Gedanken zu „Geocaching

  1. Kai Himken

    Das habe ich früher oft mit meinem Vater zusammen gemacht. Haben dabei immer Multi-Caches in Angriff genommen und haben so um die 50% der Caches gefunden. Allerdings ist es natürlich etwas frustrierend und doof wenn man nach langer Arbeit den Cache nicht findet…

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    1. David Scherfgen Beitragsautor

      Ja, das kann passieren. Da ist es gut, wenn man einen „Telefonjoker“ hat, also jemanden, der den Cache schon gemacht hat und der im Zweifel weiterhelfen kann … 😉 Auch sollte man schauen, wann der Cache zuletzt gefunden wurde. Wenn das schon sehr lange her ist, ist er möglicherweise abhanden gekommen.

      Antworten

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